Gesetzliche Pflegeleistungen
Pflegestufen nach dem Sozialgesetzbuch XI
Grundlage für die Gewährung der gesetzlichen Pflegeleistung durch die Pflegekasse ist die Anerkennung der Pflegestufe, also die Einstufung durch den Medizinischen Dienst (MDK) in die Pflegestufen, die unterteilt sind.
Zur Einstufung in die Pflegestufen ist maßgeblich der Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für die erforderliche Hilfeleistung bei der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) und hauswirtschaftlichen Versorgung braucht. Er muß wöchentlich im Tagesdurchschnitt:
bei Pflegestufe III mindestens fünf Stunden betragen hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens vier Stunden entfallen
bei Pflegestufe II mindestens drei Stunden betragen wobei auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen müssen
bei Pflegestufe I mindestens 90 Minuten betragen, hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens 45 Minuten entfallen.
Die Hilfe bezieht sich im Bereich der
- Körperpflege auf das Waschen, Duschen, Baden, die Zahlpflege, das Kämmen, Rasieren, Darm- oder Blasenentleerung,
- Ernährung auf das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung,
- Mobilität auf das selbständige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung
- hauswirtschaftlichen Versorgung auf das Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche oder Kleidung oder das Beheizen.
Schwerstpflegebedürftigkeit (Pflegestufe III)
Sie liegt gemäß den Bedingungen bei der versicherten Person vor, wenn diese wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung eine gesetzliche Pflegestufe III nach der Definition des § 14 und § 15 Sozialgesetzbuch XI Stand 14. Juni 2007) hat:
Schwerpflegebedürftigkeit (Pflegestufe II)
der versicherten Person liegt gemäß den Bedingungen vor, wenn diese wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung eine gesetzliche Pflegestufe III nach der Definition des § 14 und § 15 Sozialgesetzbuch XI Stand 14. Juni 2007) hat.
Erhebliche Pflegebdürftigkeit (Pflegestufe I)
Der versicherten Person liegt gemäß den Bedingungen vor, wenn diese wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung eine gesetzliche Pflegestufe III nach der Definition des § 14 und § 15 Sozialgesetzbuch XI Stand 14. Juni 2007) hat.
Bei den hier angegebenen gesetzlichen Pflegeleistungen handelt es sich um die Beträge, die derzeit feststehen und gezahlt werden.
Die neuen in der Pflegerefom angedachten Beträge werden zu gegebener Zeit eingepflegt.
|
Pflegearten - Definition |
Pflegestufe I
Erheblich pflegebedürftig
|
Pflegestufe II
Schwer pflegedürftig
|
Pflegestufe III
Schwerst pflegebedürftig (Härtefälle)
|
||
|
|
Euro |
Euro |
Euro |
||
|
Häusliche Pflegehilfe |
Pflegekostenerstattung/ Pflegesachleistung monatlich bis zu
|
384,00 (Stand 01.01.2007) |
921,00 (Stand 01.01.2007) |
1.432,00 (1.918,00) (Stand 01.01.2007)
|
|
|
Pflegegeld |
Monatlich bis zu
|
205,00 (Stand 01.01.2007) |
410,00 (Stand 01.01.2007) |
665,00 (Stand 01.01.2007) |
|
|
Teilstationäre Tages- und Nachtpflege
|
Pflege-Kostenerstattung Pflegesachleistung monatlich bis zu |
384,00 (Stand 01.01.2007) |
921,00 (Stand 01.01.2007) |
1.432,00 (Stand 01.01.2007) |
|
|
Kurzzeitpflege |
Pflege-Kostenerstattung / Pflegesachleistung jährlich für bis zu 28 Kalendertage bis zu |
1.432,00 (Stand 01.01.2007) |
|||
|
Ersatzpflege |
Pflege-Kostenerstattung / Pflegesachleistung jährlich für bis zu 28 Kalendertage bis zu |
1.432,00 (Stand 01.01.2007)
|
|||
|
Ergänzende Leistungen für Pflegebedürftige mit erheblichen allgemeinen Betreuungs-aufwand
|
Leistungsbetrag jährlich bis zu (Euro) ggf. anteiliger Höchstsatz im Beginnjahr mit 1/12 je Anspruchsmonat bis € 920,00 bei Übertragung unverbrauchter Vorjahres-Anteile möglich |
460,00 (Stand 01.01.2007) |
|||
|
Vollstationäre Pflege |
Pflege-Kostenerstattung / Pflegesachleistung monatlich bis zu €, max. 75 % des Heimentgeltes |
1.023,00 (Stand 01.01.2007) |
1.279,00 (Stand 01.01.2007) |
1,432,00 (1.688,00) (Stand 01.01.2007) |
|
|
Vollstationäre Pflege in Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen
|
Pflege-Kostenerstattung / Pflegesachleistungen |
10 % des Heimentgeltes, höchstens 256,00 (Stand 01.01.2007) |
|||
|
Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind |
Aufwendungen monatlich bis zu |
31,00 (Stand 01.01.2007) |
|||
|
Technische Hilfsmittel |
|
Leihweise Überlassung durch den Versicherer oder Im Einzelfall Kostenerstattung mit Eigenanteil |
|||
|
Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes |
Aufwendungen bis zu |
2.557,00 je Maßnahme, unter Berücksichtigung einer angemessenen Selbstbeteiligung, in Abhängigkeit vom Einkommen (Stand 01.01.2007) |
|||
|
Zahlung von Rentenversicher-ungsbeiträgen für Pflegepersonen. Kostenloser Versicherungs-schutz in der Gemeindeunfallver-sicherung |
Je nach Umfang der Pflegetätigkeit und Beitrittsgebiet monatlich bis zu |
(2007) 130,01 West 111,44 Ost
|
(2007) 173,35 – 260,03 West 148,59 – 222,88 Ost
|
(2007) 195,20 – 390,04 West 167,16 – 334,32 Ost
|
|
|
Beratungseinsatz |
|
16 Euro/Einsatz im Halbjahr (Stand 01.01.2007) |
26 Euro/Einsatz im Quartal (Stand 01.01.2007) |
||